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Foto: Florian Chefai

28. 04.

Frauenrechte und Islam

Vortrag der Menschenrechtsaktivistin Mina Ahadi in Tübingen

Ein wesentliches Merkmal jeder islamischen politischen Herrschaft ist die Frauenfeindlichkeit. Gesetz, Kultur und Tradition des heutigen islamischen Regimes beruhen auf Geschlechterapartheid und Entrechtung der Frau. In ihrem Kampf für Frauen- und Menschenrechte gründete Mina Ahadi 2001 das "Komitee gegen Steinigung" und 2004 das "Komitee gegen Todesstrafe".

Als Koordinatorin und Sprecherin beider Komitees arbeitete sie weltweit mit Menschenrechtsorganisationen zusammen und rettete dadurch vielen zum Tode Verurteilten das Leben. 2007 war sie Mitgründerin des "Zentralrats der Ex-Muslime", dessen erste Vorsitzende sie heute ist.

In den Medien tritt sie regelmäßig als Befürworterin eines konsequent säkularen Staates auf und gilt als streitbare Kritikerin reaktionärer, religiöser Ideologien.

Zur Biografie:
Mina Ahadi wurde 1956 im Iran geboren. Sie musste ihr Medizinstudium nach der islamischen Revolution 1979 abbrechen, da sie als linke Oppositionelle verfolgt wurde. Ihr Mann wurde hingerichtet, sie floh ins kurdische Grenzgebiet zwischen Iran und Irak, wo sie zehn Jahre lang als Partisanin lebte. 1990 kam sie nach Österreich, erhielt dort Asyl und zog 1996 nach Deutschland.