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Foto: Florian Chefai

17. 10.

Aus welchem Stoff ist das Denken der Zukunft?

Vortrag von Philosoph Klaus-Jürgen Grün in Frankfurt am Main

Sollte sich mit der umfassenden Digitalisierung unserer Existenz auch unser Denken selbst verändern? Glauben wir doch überwiegend, dass Realität auf der Basis von Regeln und Gesetzmäßigkeiten vorhersehbar ist, und dass sie dem Beobachter objektiv gegenübersteht. Was aber, wenn in der Realität der Zukunft vor allem subjektive Wahrnehmung und Interpretation entscheidend sind und Objektivität eine Illusion ist? Was, wenn die Wirklichkeit für uns längst mit einer so hohen Komplexität erkennbar ist, dass analoges Denken zu einer unangemessenen Vereinfachung führt?

Digitales Denken benötigt konstruktivistische Denkmodelle. Realität entsteht dann durch eine (inter-)subjektive Bedeutungszuschreibung. Künftig würden dann auch Entscheidungen nicht mehr ausschließlich von Regeln abgeleitet, sondern müssen immer wieder kontextbezogen neu getroffen werden. Eine hohe ethische Verantwortung.

Klaus-Jürgen Grün ist promovierter Philosoph und vertrat bis März 2001 an der Frankfurter Universität eine Hochschuldozentur mit dem Schwerpunkt Naturphilosophie und Philosophie der Aufklärung. Im Dezember 2012 verlieh ihm der Fachbereich Philosophie und Geschichtswissenschaften den Titel „Außerplanmäßiger Professor“. Seit 1999 bietet Klaus-Jürgen Grün bei wechselnden Schwerpunkten regelmäßig Lehrveranstaltungen in Philosophie gemeinsam mit Managern und Studenten an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main an. Seit Sommer 2001 ist Klaus-Jürgen Grün Leiter des von ihm gegründeten Philosophischen Kollegs (PhilKoll) für Führungskräfte. Er ist Mitglied in verschiedenen Forschungsgesellschaften und Vizepräsident des Ethikverbands der Deutschen Wirtschaft e.V.(DVW).

Anmeldung erforderlich unter: miriam.claudi.vhs@stadt-frankfurt.de

Kursnummer: 0010-72