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Foto: Evelin Frerk

08. 02.

Was sollen wir tun? Grundzüge einer naturalistischen Ethik

Philosophisches Frühstück mit Ulla Wessels in Nürnberg

Sollen wir mit dem Auto oder mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren? Sollen wir unsere Steuerrückerstattung, statt in einen Urlaub zu investieren, Oxfam spenden? Sollen wir für eine florierende Wirtschaft Arbeitslosigkeit in Kauf nehmen? Und wenn ja, wie viel? Das sind moralische Fragen, und von der Ethik erwarten wir, dass sie uns hilft, vernünftig darüber nachzudenken, wobei „vernünftig“ unter anderem heißt: ohne uns auf ein metaphysisches Fundament zu verweisen.

Die naturalistische Ethik leistet, was wir erwarten; sie erkennt an, dass das, was wir tun sollen, nur von einem bestimmt wird: wie gut oder schlecht es für die von unserem Tun betroffenen Individuen ist.

Zur Referentin:
Ulla Wessels absolvierte ein Studium der Philosophie, Kunstgeschichte und Germanistik. Anschließend forschte und lehrte sie in Leipzig und Göttingen, an der University of California in Berkeley und an der Australian National University in Canberra. Derzeit ist sie Inhaberin einer Professur für Praktische Philosophie an der Universität des Saarlandes. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Begehren, Konsequentialismus, Utilitarismus, Supererogation, Moralpsychologie, Sinn des Lebens, Bioethik (Abtreibung, Gentechnik). Für die Arbeit "Die gute Samariterin. Zur Struktur der Supererogation" erhielt Wessels 2003 den Wolfgang-Stegmüller-Preis. Seit 2010 ist sie Mitglied im Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung.

Flyer zur Veranstaltung