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Martin Heckmann und Cornelia Petmecky (c) Menke

Martin Heckmann und Cornelia Petmecky (c) Menke

12. 05.

"Flintenweiber und Untermenschen"

szenische Lesung in Berlin

"Flintenweiber und Untermenschen": eine szenische Lesung mit der Schauspielerin Cornelia Petmecky und dem Sprecher und Rezitator Martin Heckmann über die Folgen der "NS-Rassenlehre" für den damaligen Kriegsalltag und darüber, was es für den Einzelnen bedeutete, einer "unterlegenen Rasse" anzugehören.

Anhand von Briefen ehemaliger sowjetischer Kriegsgefangener und zeitgenössischer Dokumente wird an ein unglaubliches Kapitel deutscher Geschichte erinnert, das auch heute noch – ob wir es wollen oder nicht – unsere Familiengeschichten durchzieht.

Auf der Veranstaltung wird aus den sogenannten »Freitagsbriefen« zitiert. Diese Briefe sind schriftliche Erinnerungen sowjetischer Kriegsgefangener oder ihrer Nachkommen. Sie beschreiben die Hölle, durch die die Gefangenen gehen mussten. Während der 90-minütigen Lesung stellt Martin Heckmann unter anderem nüchterne amtliche Meldungen aus dem Lager dar, Cornelia Petmecky liest konträr aus den erschütternden Briefen der Verzweifelten Menschen vor.

Martin Heckmann hat an der Bremer Bühne Schauspiel gelernt. Seit mittlerweile 20 Jahren ist er als freier Sprecher und Rezitator für Film, Funk und Fernsehen tätig, hat bei zahlreichen Hörbuchprojekten mitgewirkt und sich in Bremen vor allem mit Literaturlesungen einen Namen gemacht.

Die Schauspielerin und Regisseurin Cornelia Petmecky ist seit etwa 30 Jahren in Bremen tätig: ursprünglich im Tourneetheater ‚Petmecky & Compagnie‘, ab 2003 als Rezitatorin mit der eigenen Lesereihe ‚Literatur – Pur‘, seit Neuestem als Initiatorin des ‚Capriccio – das kleine Kammerspiel für Theater, Literatur und Musik‘.