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14. 06.

Kristina und Descartes

Philosophisches Kammerspiel von Josh Goldberg am gbs-Stiftungssitz in Oberwesel

Stockholm 1650: Königin Kristina (Kathrin Austermayer) und René Descartes (Thomas Lindhout) erleben eine einzigartige Liebesnacht. Mit viel Witz und Krawall pflügen sie dabei durch 2.500 Jahre Fundamentalphilosophie. In 90 Minuten wird den Zuschauern die Struktur des abendländischen Denkmodells vermittelt. Über 20 Top-Philosophen als deren wichtigste Vertreter kommen dabei zu Wort. Von Thales über Platon, Giordano Bruno und Kant bis zu Sartre.

Großer Spaß und großes Drama - und ganz nebenbei erfahren wir, wer die Streichhölzer, den Papierflieger, die perspektivische Malerei oder das Knäckebrot erfand...

René Descartes (1596-1650) war ein französischer Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler und gilt als Begründer des rationalistischen Denkens. Er begriff Geist und Materie als zwei voneinander unterschiedliche Substanzen (Körper-Geist-Dualismus) und führte mit seinem «cogito ergo sum» («ich denke, also bin ich») das Selbstbewusstsein als genuin philosophisches Thema ein. Platons Ideenlehre erweiterte er um den physischen Nachweis, dass jeder von uns mittels der Sinnesorgane und Nervenbahnen „seine eigene“ Welt erst im Gehirn generiert.

Von 1649-1650 war er Hofphilosoph bei der jungen Königen Kristina von Schweden. Sein Tod im Februar 1650 gibt bis heute Anlass zu Spekulationen. Die 2009 von dem Philosophen Theodor Ebert (gbs-Beirat) vorgetragene These, Descartes sei vergiftet worden („Der rätselhafte Tod des René Descartes“), erhielt u.a. die Zustimmung des Mathematikhistorikers Thomas Sonar, überwiegend wird jedoch nach wie vor angenommen, Descartes sei an einer Lungenentzündung gestorben.

Der Autor und Regisseur des Bühnenstücks „Kristina und Descartes“, Josh Goldberg, ist promovierter Philosoph. Er konzipierte Werbespots und Musicclips, bevor er als Drehbuchautor zunächst nach London und später nach Los Angeles ging. In seinem romantischen Kammerspiel „Kristina und Descartes“ schaffte es Goldberg, „die Technik des platonischen Dialogs [des literarisch gestalteten Zwiegespräches] clever auf die Bühnenhandlung zu übertragen. Zudem gelingt (den Protagonisten) Thomas Lindhout als Descartes und Kathrin Austermayer als Kristina das kleine Kunststück, einen im Prinzip hochintellektuellen Diskurs harmonisch in ihr Spiel einzubinden.“ (Kieler Nachrichten)

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