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Foto: Evelin Frerk

27. 09.

Mohamed - Eine Abrechnung

Buchpremiere mit dem Autor Hamed Abdel-Samad in Berlin

Die Biographie Mohameds wurde 200 Jahre nach dessen Tod verschriftlicht – mit politischer Intention: Muslimische Fürsten suchten ihre Position zu sichern und dem christlichen Jesus eine eigene, die Herrschaft legitimierende Erlöserfigur entgegenzusetzen. Dennoch hat sich das ambivalente Bild eines sich radikal verändernden und unter psychischen Problemen leidenden Menschen erhalten. Hier der milde, dort der gewalttätige Mohamed. Hamed Abdel-Samad zeichnet in seiner biographischen Skizze nach, welche bis heute verhängnisvollen Folgen aus diesen Traditionen erwachsen – und weshalb radikale Islamisten mit demselben Recht den »Propheten« zitieren wie laizistische und integrierte Muslime.

Der ägyptische Politikwissenschaftler und Historiker Hamed Abdel-Samad ist einer der international wichtigsten Kritiker des politischen Islam, zumal des Islamismus. Erstmals für Aufsehen sorgte er mit seinem Werk „Abschied vom Himmel“ (2009). Nach der Veröffentlichung des Buches, in dem sich der Autor anhand seiner eigenen Geschichte kritisch mit dem Islam auseinandersetzt, wurde in Ägypten eine Fatwa gegen ihn ausgesprochen, sodass er anschließend unter Polizeischutz leben musste.

Abdel-Samad ist Mitglied der Deutschen Islam-Konferenz und zählt zu den profiliertesten islamischen Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. Zu seinen weiteren Veröffentlichungen zählen die Bücher: "Der Untergang der islamischen Welt" (2010), "Krieg oder Frieden: Die arabische Revolution und die Zukunft des Westens" (2011) und "Der Islamische Faschismus" (2014). Hamed Abdel-Samad ist Mitglied im Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung.

Karten:
- Tickethotline Koka 36: 030. 61 10 13 13
- VVK im Heimathafen Neukölln Büro | Karl-Marx-Straße 141, Vorderhaus, 3.  Stock (Infos 030. 56 82 13 33)
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