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Termine

Foto: Evelin Frerk

20. 09.

23:40 Uhr (ARD): ttt-Titel,Thesen,Temperamente

Sendung u.a. mit Hamed Abdel-Samad

Islamwissenschaftler Hamed Abdel-Samad porträtiert den Propheten Mohamed in seinem Buch als einen widersprüchlichen Prediger und fordert Muslime auf, die Lichtgestalt des Islam endlich als Mensch im historischen Kontext zu betrachten.

Im seinem Namen ziehen IS-Terroristen in den Dschihad. Genauso beten Millionen friedliebender Muslime den Propheten an und sagen, dass die Islamisten ihn falsch interpretieren. Während die Terroristen glauben, Mohamed rächen zu müssen, laden die Friedliebenden zum Tag der offenen Moschee, um uns zu zeigen: Der Koran ist anders. Ein Islamwissenschaftler widerspricht.

Der ägyptische Politikwissenschaftler und Historiker Hamed Abdel-Samad ist einer der international wichtigsten Kritiker des politischen Islam, zumal des Islamismus. Erstmals für Aufsehen sorgte er mit seinem Werk „Abschied vom Himmel“ (2009). Nach der Veröffentlichung des Buches, in dem sich der Autor anhand seiner eigenen Geschichte kritisch mit dem Islam auseinandersetzt, wurde in Ägypten eine Fatwa gegen ihn ausgesprochen, sodass er anschließend unter Polizeischutz leben musste.

In Deutschland gehört er zu den gefragtesten Islamexperten in Presse, Funk und Fernsehen. Zu seinen weiteren Veröffentlichungen zählen die Bücher: "Der Untergang der islamischen Welt" (2010), "Krieg oder Frieden: Die arabische Revolution und die Zukunft des Westens" (2011) und "Der Islamische Faschismus" (2014). Hamed Abdel-Samad ist Mitglied im Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung.