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07. 01.

Zum Gedenken an "Charlie Hebdo"

Vernissage mit Gerhard Haderer und Siggi Zimmerschied in Geretsried

Zum Gedenken an die Opfer des Attentats, die bei dem Anschlag auf das Satire-Magazin "Charlie Hebdo" in Paris ermordet wurden, veranstaltet die Kulturbühne Hinterhalt in Kooperation mit dem bfg münchen und der gbs eine Vernissage zur 5. Ausschreibung des Blasphemie-Kunstpreises "Der Freche Mario". Zu den Gästen gehören der Karikaturist Gerhard Haderer (STERN-Zeichner), der Kabarettist Siggi Zimmerschied und der Aktionskünstler Wolfram P. Kastner, der durch seine außergewöhnlichen Kunstaktionen (u.a. "Brandfleck", Papst und Hitler") von sich Reden machte.

Anlass für die Auslobung des Blasphemie-Preises war der Karikaturenstreit im Jahr 2006, der zu einer weltweiten Diskussion um Religions-, Presse-, Kunst- und Meinungsfreiheit führte. Der tödliche Anschlag in Paris am 7. Januar 2015 hatte die Debatte um den sogenannten Blasphemie-Paragrafen 166 im Strafgesetzbuch neu entfacht. Die Veranstalter forderten die Streichung des "Gotteslästerungsparagraphen" § 166 StGB, der den verhängnisvollen Eindruck erweckt, "religiöse Gefühle" seien bedeutsamer als die Freiheit der Kunst! Niemals darf die Freiheit der Kunst und der Meinungsäußerung aus Rücksicht auf religiöse Gefühle eingeschränkt werden dürfen!

Am ersten Jahrestag des Anschlags auf "Charlie Hebdo" kommt das Passauer Kabarett-Urgestein Sigi Zimmerschied in den Hinterhalt. Er war in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wegen seines religions- und kirchenkritischen Programms „Himmelskonferenz“ gemeinsam mit Bruno Jonas und Rudolf Klaffenböck angeklagt nach § 166 StGB. Begrüßt wird er u.a. vom österreichischen STERN-Zeichner Gerhard Haderer, der wegen seiner religionskritischen Karikaturen in Griechenland zunächst gar zu 6 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden war.