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Menschenrechte erkennen und handeln - 40 Jahre saharauische Republik
Referat und Diskussion mit Axel Goldau in Köln
„Der Westen" – allen voran Frankreich und die USA – unterstützten Marokkos Versuch, das gesamte Gebiet unter seine Kontrolle zu bringen, was auf Grund massiven Widerstands nicht gelang.
Kein Land dieser Welt erkennt die marokkanischen Ansprüche über die Westsahara an. Marokko setzt diese völkerrechtswidrigen Ansprüche mit äußerster Gewalt um und schreckt dabei vor schwersten Menschenrechtsverletzungen wie Völkermord nicht zurück. Allerdings schließen viele Länder – darunter auch Deutschland und die EU – Wirtschaftsverträge mit Marokko, die die Westsahara nicht explizit ausschließen – wie z.B. das Fischerei-Partnerschafts-Abkommen oder das Agrar-Freihandels-abkommen mit der EU. Für Marokko haben derartige Verträge politisch große Bedeutung, weil durch sie der marokkanische Anspruch faktisch eine Anerkennung erfährt. Am 10. November 2015 hat der Europäische Gerichtshof EuGH das aktuelle Freihandelsabkommen zwischen der EU und Marokko als rechtswidrig verworfen, weil es die besetzten Teile der Westsahara einbezieht. Das Referat beleuchtet vor allem die widersprüchliche deutsche Position.
Zum Referenten: Axel Goldau ist Fachjournalist für Umwelt & Entwicklung und red. Hrg. der Kritischen Ökologie / ifak e.V.: www.ifak-goettingen.de. Mit dem Westsahara-Konflikt ist er seit den Schüssen von Zemla im Sommer 1970 befasst. Herausgeber des Informationsdienst [Kritische Ökologie - Westsahara-Informationsprojekt, WSIP] und Redaktionsmitglied für Westsahara bei INAMO (Informationsprojekt Naher - und Mittlerer Osten: www.inamo.de) sowie Vorstandsmitglied von Western Sahara Resource Watch (WSRW): www.wsrw.org.
Mit freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW
| Wo: | Allerweltshaus e. V Körnerstrasse 77-79 DE-50823 Köln |
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| Wann: | Do 25. Feb 2016, 19:30 |
| Veranstalter: | |
| Eintritt: | frei, Spenden sind willkommen |
