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Termine

Foto: Evelin Frerk

16. 04.

Jenseits von Familie? Wi(e)der die Ideologie des Familismus

Workshop u.a. mit Dr. Gisela Notz in Düsseldorf

In familistischen Gesellschaften – dazu gehört die Bundesrepublik Deutschland – gilt die Familie als hoher Wert oder gar „heilig“, als Keimzelle des Staates und besonders schützenswert. Nicht nur ökonomische Sicherheit, sondern auch Intimität und Glück soll die Familie garantieren. Sie soll ein Schutzraum sein vor der „Welt da draußen“. Auch ins Grundgesetz der BRD wurde 1949 der Familismus eingeschrieben und staatliche Familienpolitik fördert nach wie vor die traditionelle, mit Vater, Mutter und Kind(ern) «normalbesetzte» Kleinfamilie, in der Kinder erzogen und pflegebedürftige Menschen (im Alter) versorgt werden sollen. Die soziale Realität ist jedoch oftmals eine andere.

Im Rahmen des Workshops sollen folgende Fragen mit Dr. Gisela Notz und Dr. Rita Casale diskutiert werden:

  • Was bedeutet eigentlich der Begriff „Familismus“ und inwiefern prägt er Gesellschaft und Geschlechterverhältnisse?
  • Welche Leitbilder für die „gelungene Familie“ sind heute besonders wirkmächtig?
  • Wo zeichnen sich Widersprüche ab, Kämpfe und Konflikte?
  • Welche alternativen Modelle des Miteinanderlebens, Wirtschaftens und Füreinandersorgens gibt es oder brauchen wir?
  • Wie begegnen wir konservativen und auch rechten Kräften, die klassische Rollenmodelle und Arbeitsteilungen bewahren oder restaurieren wollen?

Gisela Notz ist Sozialwissenschaftlerin, Historikerin und Autorin und hat Lehraufträge an verschiedenen Universitäten. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen neben der alternativen Ökologie in der Arbeitsmarkt-, Familien- und Sozialpolitik und in der historischen Frauenforschung. Gisela Notz ist Mitglied im Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung.

Annmeldung erfordelrich unter
melanie.stitz@rls-nrw.de