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17. 09.

Sexuelle Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht

Aktionstag in Berlin

Jedes Jahr im September startet vor dem Bundeskanzleramt in Berlin ein "Marsch für das Leben". Christliche FundamentalistInnen und führende Mitglieder der AfD fordern dabei das totale Verbot eines Schwangerschaftsabbruches und die Bestrafung von Frauen sowie operierenden ÄrztInnen. Um diesen reaktionären Kräften entgegenzutreten und ihren zunehmenden politischen und gesellschaftlichen Einfluss zu stoppen, ruft ein breites Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung (neben der gbs u.a. HVD, LSVD, pro familia, terre des femmes, GEW, Teile der SPD, der Grünen und der Linken) zu Aktionen am 17. September 2016 in Berlin am Brandenburger Tor auf.

Die TeilnehmerInnen des "Marschs für das Leben" vertreten ein rückständiges Weltbild, in dem der Schwangerschaftsabbruch als "vorgeburtliche Kindestötung" dargestellt wird. Sie sprechen von "Babycaust" und relativieren so den nationalsozialistischen Holocaust. Ihr Begriff des "Lebensschutzes" beinhaltet die totale Kontrolle der Frau und die Herstellung der "alten Ordnung" mit der "heiligen Familie" im Zentrum. Mädchen und Frauen soll die Selbstbestimmung über ihr eigenes Leben und ihren Körper verwehrt werden.

Die in Deutschland gelebte Realität sieht jedoch anders aus. Wir leben in vielfältigen, selbst gewählten Zusammenhängen, in Patchwork-Familien, als gleichgeschlechtliche Paare, als Alleinerziehende, in zeitweiliger Partnerschaft, in Wohngemeinschaften, mit und ohne (eigene) Kinder.

Sexuelle Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht! Wir rufen die Bundesregierung und die Parteien auf, dafür zu sorgen, dass alle Menschen diskriminierungsfrei über ihre Familienplanung und ihr Sexualleben entscheiden können und bei der Wahrnehmung ihrer Rechte unterstützt werden – unabhängig von ihrer Herkunft, sexueller und geschlechtlicher Orientierung oder der sozialen, ökonomischen und gesundheitlichen Situation.

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