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06. 09.

"Cyankali": Film über die lebensgefährlichen Folgen eines generellen Abtreibungsverbots

Vorführung im Vorfeld des Aktionstags für sexuelle Selbstbestimmung in Berlin

"Cyankali" verweist auf eine Zeit, in der die soziale Indikation nicht möglich war und Abtreibung besonders für arme Frauen auch in Deutschland oft zum Tode führte. Dieser Umstand hat weltweit nicht an Aktualität verloren. Die Historikerin Gisela Notz, Mitbegründerin des "Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung", wird den Abend moderieren und in die Thematik des Films einführen.

Zur Filmhandlung:
Der Film "Cyankali" wurde nach einem Bühnenstück des Arztes und Dramatikers Friedrich Wolf 1930 gedreht. Im Mittelpunkt steht die junge Hete, die von ihrem Freund Paul schwanger wird. Als Paul seinen Job verliert, weiß Hete nicht, wie sie das zu erwartende Kind ernähren soll und entscheidet sich für eine Abtreibung. Sie sucht Rat und Hilfe bei ihrem Frauenarzt, der ihr nicht helfen kann und will, weil ihm die Hände durch den § 218 gebunden sind. Hetes Weg führte nach einem Selbstversuch zu einer Engelmacherin, die ihr zur Behandlung Cyankali-Tropfen mitgibt…

In Deutschland steht Abtreibung noch immer unter Strafe. Auch in Irland und Polen sind Frauen hohen Barrieren ausgesetzt, wenn sie einen Abbruch durchführen lassen wollen. Die sogenannten "Lebenschützer" fordern ein generelles Abtreibungsverbot. Umgehen Frauen restriktive Gesetze, begeben sie sich in Lebensgefahr.

Trailer

Der Veranstaltungsort ist mit Rollstuhl erreichbar.

S-Bhf. Sonnenallee