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Heinz Oberhummer (Foto: Evelin Frerk)

24. 11.

Heinz Oberhummer Award

James Randi erhält Preis für Wissenschaftskommunikation in Wien

Dass Topwissenschaft und Spitzenhumor keine Feinde sein müssen, bewiesen der Kern- und Astrophysiker Prof. Dr. Heinz Oberhummer und seine Kollegen Werner Gruber und Martin Puntigam als Science Busters in ihren legendären Bühnenshows. Mit ungewöhnlichen Experimenten und treffenden Pointen vermittelten sie erfolgreich wissenschaftliche Erkenntnisse. Als Andenken an den im letzten Jahr verstorbenen Heinz Oberhummer und als Ansporn für Wissenschaftler, nicht nur zu forschen, sondern Wissenschaft auch in die Welt zu tragen und aufzuklären, wird künftig einmal im Jahr der "Heinz Oberhummer Award für Wissenschaftskommunikation" vergeben. Erster Preisträger ist die Gallionsfigur des Skeptizismus, der Zauber- und Entfesselungskünstler James Randi.

James Randi arbeitete seit den 1950er Jahren als professioneller Bühnenzauberer und galt als der beste seines Faches. Seine Entfesselungsnummern unter Wasser und über den Niagarafällen sind legendär. In den 70er Jahren entlarvte er Uri Geller als Scharlatan, später entzauberte er den Fernsehprediger und vermeintlichen Heiler Peter Popoff und in den späten 80er Jahren wurde er vom Wissenschaftsmagazin Nature zur Überprüfung von Jacques Benvenistes Homöopathie-Experiment hinzugezogen. Er war Gründungsmitglied der CSI, der amerikanischen Gesellschaft zur Untersuchung von Parawissenschaften (der österreichischen Sektion stand Heinz Oberhummer viele Jahre vor). Legendär ist bis heute Randis „One Million Dollar Paranormal Challenge“. Die Million, die er jedem ausgezahlt hätte, der paranormale Fähigkeiten unter objektiven Bedingungen belegen konnte, wurden nie abgeholt.

1996 gründete Randi die Stiftung James Randi Educational Foundation (JREF). Diese fördert die Untersuchung paranormaler Behauptungen und versucht sie unter kontrollierten Testbedingungen zu testen. James Randi veröffentlichte zahlreiche Bücher, in denen er sich mit der Geschichte der Zauberkunst beschäftigt oder populäre Irrtümer und Behauptungen des Paranormalen thematisiert. Bis heute prangert er Personen als Betrüger und Scharlatane an, die mit Hilfe vorgeblicher paranormaler Fähigkeiten anderen Menschen schaden und sich an ihnen bereichern. James Randi war Vorbild und Inspiration nicht nur für Heinz Oberhummer, sondern für viele Menschen, die sich für eine von Wissenschaft geprägte, säkulare Gesellschaft einsetzen. Genauso wie der Namensgeber des Preises. Deshalb hat eine Fachjury bestehend aus Vertretern von ORF, TU-Wien, Uni Graz, Stadt Wien und den Science Busters James Randi zum Sieger gekürt. Er erhält den ersten Heinz Oberhummer Preis. Der Award ist mit 20.000 € dotiert.

Der Heinz Oberhummer-Preis wird ab 2016 jährlich an nationale und internationale Wissenschaftskommunikatorinnen und -kommunikatoren verliehen. Initiiert von Martin Puntigam haben die Science Busters zusammen mit der Universität Graz, der Technischen Universität Wien, dem ORF Fernsehen, Radio FM4 und der Stadt Wien diesen Preis ins Leben gerufen und finanziert.

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