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Foto: Evelin Frerk

30. 11.

SWR1 (10:00 Uhr): Mina Ahadi im Gespräch

Radiointerview mit der Exil-Iranerin und Menschenrechtsaktivistin

Sie kommt aus dem Iran, musste mit neun Jahren eine Burka tragen, erlebte den Repressionsapparat des Schah und die Unterdrückungsmethoden der Islamischen Republik. Mit Mitte 30 ging sie ins Exil nach Wien und lebt seit nunmehr zwanzig Jahren in Köln. Mina Ahadi hat mit dem Islam abgeschlossen und vor zehn Jahren den Zentralrat der Ex-Muslime gegründet. Begründung: Der politische Islam ist unmenschlich, barbarisch, terroristisch. Ergebnis: Massive Bedrohung durch Islamisten und radikale Salafisten und Polizeischutz.

Zur Biografie:
Mina Ahadi wurde 1956 im Iran geboren. Sie musste ihr Medizinstudium nach der islamischen Revolution 1979 abbrechen, da sie als linke Oppositionelle verfolgt wurde. Ihr Mann wurde hingerichtet, sie floh ins kurdische Grenzgebiet zwischen Iran und Irak, wo sie zehn Jahre lang als Partisanin lebte. 1990 kam sie nach Österreich, erhielt dort Asyl und zog 1996 nach Deutschland.

Ihren Kampf für die Frauen- und Menschenrechte führte sie auch in Europa weiter. So gründete sie 2001 das "Komitee gegen Steinigung" und 2004 das "Komitee gegen Todesstrafe". Als Koordinatorin und Sprecherin beider Komitees arbeitete sie weltweit mit Menschenrechtsorganisationen zusammen und rettete dadurch vielen zum Tode Verurteilten das Leben. 2007 war sie Mitgründerin des "Zentralrats der Ex-Muslime", dessen erste Vorsitzende sie heute ist. Im selben Jahr wurde sie von der britischen "National Secular Society" mit dem "Irwin Prize for Secularist of the Year" ausgezeichnet.