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Foto: © Frank Rossbach

04. 03.

Verraten und verkauft – Zur Situation der Frauen in Afghanistan

Gespräch mit Shikiba Babori und Edda Dammmüller in Düsseldorf

In der patriarchalen, extrem frauenfeindlichen Tradition der afghanischen Gesellschaft werden Frauen schon lange als Eigentum ohne jegliche Menschenrechte betrachtet, das ungestraft ausgebeutet, verletzt, missbraucht oder getötet werden kann. Seit ihrer Rückkehr an die Macht im Jahr 2021 haben die Taliban Frauen erneut gänzlich aus dem öffentlichen Leben verbannt. Für ihre dramatische Notlage und die fortgesetzten drastischen Verletzungen ihrer Menschenrechte interessiert sich die Weltöffentlichkeit nicht mehr. Im Gespräch mit der Journalistin Edda Dammmüller geht die Ethnologin und Autorin Shikiba Babori den historischen und aktuellen Gründen für die Situation der Frauen in Afghanistan nach.

Shikiba Babori ist in Kabul geboren und arbeitet als Journalistin, Ethnologin und Autorin. Seit über zwei Jahrzehnten berichtet sie regelmäßig aus Afghanistan, mit besonderem Fokus auf die Lebensrealitäten und Rechte von Frauen. Als Gründerin des afghanisch-deutschen Reporter:innen-Netzwerks *Kalima-News* engagiert sie sich für die Stärkung unabhängiger Medien und die Ausbildung junger Journalist:innen. In ihrem Buch Die Afghaninnen: Spielball der Politik analysiert sie die politische Instrumentalisierung afghanischer Frauen. Shikiba Babori zählt zu den profiliertesten Stimmen im deutschsprachigen Raum, wenn es um die Rechte von Frauen in Afghanistan geht.

Edda Dammmüller studierte Neuere und Osteuropäische Geschichte und Politikwissenschaft. Seit 1993 ist sie als Journalistin im Rundfunkprogramm des WDR tätig und moderiert dort u.a. das Landesmagazin Westblick auf WDR 5. Seit 2005 ist sie Autorin beim WDR-Zeitzeichen und Feature-Autorin bei Neugier genügt.

Moderation: Eva Creutz
Fotoaufnahmen:
Während der Veranstaltung werden Fotos gemacht.