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© Carlotta Films

03. 04.

Klassiker »Das Leben des Brian«

Filmpräsentation an Karfreitag in Düsseldorf

Der Düsseldorfer Aufklärungsdienst (DA!), die wohl wichtigste kirchenkritische Stimme der Landeshauptstadt, hat mal wieder einen echten Coup gelandet: Er darf am Karfreitag »Das Leben des Brian« zeigen und …lachen. Der Verein hat von der Bezirksregierung NRW die Ausnahmegenehmigung für die Präsentation des Filmklassikers erhalten, der laut den strengen Regelungen der Feiertagsgesetzgebung an den sogenannten »stillen Tagen« lange nicht gezeigt werden dürfte. Die Filmvervorführung findet am Karfreitag, den 3. März, im Metropolkino Düsseldorf statt, Beginn: 14:00 Uhr.

Zum Film:
Der Klassiker der filmischen Religionssatire der britischen Komikertruppe Monty Python aus dem Jahr 1979 erzählt die Geschichte des Juden Brian Cohen, der am selben Tag wie Jesus Christus geboren wurde und fälschlicherweise für den Messias gehalten wird. Die Satire über den religiösen Wahnsinn erregte insbesondere christliche Gruppen, denen es gelang, den Film in einigen Ländern zeitweise verbieten zu lassen. Trotzdem (oder auch deswegen) wurde "Das Leben des Brian" zu einem großen Kassenerfolg. Der Film genießt heute Kultstatuts und ist ein Symbol für den künstlerischen Kampf gegen religiöse Intoleranz (www.das-leben-des-brian.de/).

Hintergrund:
Nach der »Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland« gibt es bereits seit dem Jahr 2024 mehr konfessionsfreie Menschen als Mitglieder in den beiden Großkirchen. Dies sollte Anlass genug sein, nicht nur das Feiertagsgesetz, sondern auch die Fülle an überkommenen Privilegien in Frage zu stellen, die der Staat den Kirchen einräumt. Denn eine aufgeklärte pluralistische, freiheitliche Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus, dass sie Religion als private Angelegenheit behandelt und keine religiösen Normen für alle Bürger:innen verbindlich macht.