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16. 05.

Sex, Schuld und Religion - oder wie die Sünde erfunden wurde

Ein Vortrag von Andreas Karlstetter in Eichstätt

Sexualität ist ein normaler Bestandteil des menschlichen Triebverhaltens, der auf der gleichen Stufe steht mit unserem Drang zu atmen oder Nahrung aufzunehmen Verschiedenen Religionen ist es gelungen, wenn auch unbewusst, in ihrer Geschichte bestimmte Arten von normaler Sexualität zu tabuisieren, um somit Gläubige in ein Abhängigkeitsverhältnis zu treiben. Normales Sexualverhallen kann dabei von Gläubigen als „Sünde" erkannt werden und Schuldgefühle hervorrufen, die von der jeweiligen Religion dann aber auch wieder „erleichtert" werden können.

„Sünde und Vergebung" sind menschliche Konstrukte. Dennoch kann der verantwortungslose Umgang mit Sexualität In manchen Religionen schwerwiegende Probleme verursachen - seien es persönliche Schuldgefühle der Gläubigen oder potentielle massive Ausschreitungen im Klerus.
Andreas Karlstetter referiert aus säkular humanistischer Perspektive über die unterschiedlichen Meinungen von Religionen und Wissenschaft zu der „schönsten Sache dieser Welt", ohne die wir nicht existieren würden.

Andreas Karlstetter (geb. 1972} ist von Beruf gymnasialer Kunsterzieher.
Seit seiner frühen Jugend hat er sich mit humanistischen  Fragen und eigenständigem Denken befasst. Er bezweifelt den faktischen Wahrheitsgehalt sämtlicher Religionen und ist Vorsitzender der „Säkularen Humanisten" in Neuburg und Mitglied des „Bundes für Geistesfreiheit".

Von allen sexuellen Verirrungen ist Keuschheit die abwegigste. (Anatote France)
Von all den Freuden dieser Welt verlangt der Mensch am meisten nach sexueller Vereinigung, dennoch hat er sie aus seinem Himmel verbannt. (Mark Twain)