Vortrag von Prof. Dr. Andrea Kübler im Rahmen der Vortragsreihe "Von Sinnen 2015 - Wahrnehmung und Gehirn" in Nürnberg
Verschiedene Krankheiten können Nervenbahnen zerstören, die uns ermöglichen, uns zu bewegen, zu lachen, zu reden. Unser Gehirn kann dann zwar noch Befehle abschicken, sie kommen aber nicht mehr im Körper an, haben keine Wirkung mehr. Betroffenen Menschen bleiben oft nur kleinste Bewegungen, wie Blinzeln, zur Kommunikation. Sie sind in ihrem Körper eingeschlossen – „locked-in". Gehirn-Computer-Schnittstellen, oder auf Englisch „Brain-Computer Interfaces" (BCI), haben zum Ziel, diesen Menschen wieder Ausdruck zu verleihen. BCI werden allein durch die Aktivität des Gehirns gesteuert, sodass auch Menschen im Locked-in-Zustand (LIS, „Locked-in-Syndrom") sie bedienen können. Diese Schnittstellen wandeln die elektrischen Signale der Nervenzellen des Gehirns in „Kommandos" zur Steuerung einer Anwendung um. (weiter...)